Space Architecture. Architektur für den Weltraum, 2006

Regie: Ulrike Schmitzer, Matthias Widter

45min

Barbara Imhof aus Wien ist Weltraumarchitektin. Das können weltweit nur ganz wenige Architekten von sich behaupten.Imhof plant für die Europäische Weltraumagentur ESA Raumschiffe und Habitate für ferne

Planeten. Was utopisch klingt, hat einen realen Hintergrund: Bis 2030 soll erstmals ein Mensch einen Fuß auf den Mars setzen, bis 2018 wollen amerikanische Astronauten wieder auf dem Mond landen. Der Mond könnte als erste Zwischenstation für bemannte Langzeitmissionen dienen. Ehrgeizig sind auch die Pläne für den Orbit: die Internationale Raumstation soll bis spätestens 2010 fertig sein. Die Weltraumfahrt konzentriert sich wieder auf den Menschen. Deshalb werden visionäre Architektur-Konzepte für die Besiedelung von extraterrestrischen Planeten immer wichtiger. Das Wissen von Architekten und Designern aus Österreich und Deutschland ist zunehmend für die Entwicklungsarbeit der Weltraumagenturen interessant. Sobald sich der Weltraumtourismus mit privaten Betreibern etabliert, werden auch Weltraumhotels nicht mehr reine Utopie sein.

Der Film zeigt, wie bei geringer Schwerkraft gebaut wird und wie Astronauten die monatelange Reise zu fernen Planeten angenehm erleben könnten. Es sind völlig neue Blickwinkel und Lösungsansätze, die das rein funktionelle Denken der Ingenieure ergänzen sollen. In der Doku sprechen drei namhafte Astronauten über ihre Erfahrungen: Claude Nicollier - der als einer der erfahrensten europäischen Astronauten gilt -  Pedro Duque und Franz Viehböck denken über Belastungen und mögliche Verbesserungen im All-Design nach. Darüber hinaus ist in dieser Fülle noch nie gezeigtes Space-Architektur-Material aus Japan, den USA und Europa zu sehen!